Für Sie gelesen: Stillen. Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung

Erziehungsfragen - Blog

Für Sie gelesen: Stillen. Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung

Von julia am 11/02/2021 - 14:21
Bücherhimmel

 

Buchcover
Quelle: Psychosozial-Verlag

 

Ursula Henzinger

Stillen. Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung

2020 (überarbeitete und erweiterte Neuauflage)

ISBN-13: 978-3-8379-2906-5

 

 

 

 

 

Stillen. Das Natürlichste der Welt – sollte man meinen. Immerhin ist industrielle Säuglingsnahrung noch nicht lange Teil der Menschheitsgeschichte. Dass das Thema nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint, zeigt die Autorin auf nachvollziehbare und gut recherchierte Art und Weise.

Ursula Henzingers Buch: Stillen. Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung ist 2020 in einer überarbeiteten Neuauflage im Psychosozial-Verlag erschienen. Dieses Buch ist sehr klar gegliedert und gibt einen Einblick in die frühe Eltern-Kind-Beziehung über einen langen Zeitraum hinweg.

Sie verwendet dabei eine verständliche Sprache und nimmt die Leser*innen mit auf eine spannende Reise. Nicht nur aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven betrachtet sie tiefgehend die Thematik des Stillens, sie zeigt die unterschiedlichen Aspekte und Phasen auch anhand des Märchens „Die Schlangen-Amme“ auf. Die Interpretation des Märchens eröffnet einen weiteren gehaltvollen Blick und rundet das Buch auf gelungene Weise ab.

Der Autorin gelingt es einen ausgewogenen Blick auf das Thema zu werfen. Es wird nicht der Ton angeschlagen, dass früher alles besser war und wir nur dorthin zurückzukehren bräuchten. Trotzdem halten ihre Ausführungen Türen für positive Veränderungen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung für die Zukunft offen.

Das Buch ist nicht nur für Fachkräfte interessant, sondern auch für Eltern, die das Thema Stillen vorbereiten wollen oder eigene frühe Eltern-Kind-Erfahrungen in einen großen Kontext einordnen möchten. Sich mit der Kulturgeschichte verbunden fühlen, sich als Teil eines großen Ganzen zu verstehen kann durch das Buch angeregt werden.

 

Foto: Maresa Gallauner