Für Sie gelesen: Gelbe Blumen für Papa

Erziehungsfragen - Blog

Für Sie gelesen: Gelbe Blumen für Papa

Von julia am 27/01/2022 - 09:53
gelbe Blumen
Buchcover
Quelle: Balance Verlag

 

Chris Paul, Suse Schweizer

Gelbe Blumen für Papa. Mit Kindern über Suizid sprechen

Kids in BALANCE

ISBN: 978-3-86739-223-5

 

 

Es gibt Themen über die wir nicht gerne sprechen, ja über die wir noch nicht einmal gerne nachdenken. Über solche Themen dann mit Kindern zu sprechen, erscheint uns oftmals unmöglich. Wir möchten unsere Kinder schützen, sie nicht belasten oder fürchten vielleicht auch ihre Rückfragen an uns.

Das Buch „Gelbe Blumen für Papa“ von Chris Paul und Suse Schweizer (Illustratorin) handelt von solch einem Thema: Suizid eines Elternteils.

Über den Inhalt

Die Kinder Tomke und Nina verlieren durch Suizid ihren Papa. Die Geschichte wird aus Tomkes Sicht erzählt. Warmherzig und ins Detail gehend erzeugt die Autorin Stimmungsbilder aller Hinterbliebenen. Trauer, Wut und Enttäuschung haben ihren Platz, aber auch schöne Momente der Erinnerung und gemeinsame Zeit, die die Hinterbliebenen gestalten werden thematisiert.

Die Geschichte als Unterstützung

Die Charaktere sind sehr fein ausgearbeitet und können somit als Identifikationsfiguren dienen. Die Dialoge sind derart gestaltet, dass sie einladen über das eigene Erleben ins Gespräch zu kommen.

Die Illustrationen helfen vor allem jüngeren Kindern, um über ihre Gefühle zu sprechen. Der Verlag empfiehlt das Buch für Kinder ab acht Jahren.

Abgerundet wird das Buch durch eine Einleitung und einen Abschlussteil für Erwachsene. Hier finden Hinterbliebene Zuspruch und Ermutigung, um ehrlich und offen mit Kindern über dieses schwierige Thema zu sprechen. Außerdem sind dort Informationen zu finden, wo Hinterbliebene Unterstützung und Hilfe in Anspruch nehmen können.

Ein letzter Gedanke

Über Tabuthemen Kinderbücher zu verfassen ist keine einfache Aufgabe. Ich möchte ein großes Dank an die Autorin, die Illustratorin und den Verlag aussprechen, dass sie sich dieser Aufgabe und Herausforderung angenommen haben.

 

Foto: Maresa Gallauner