Diversität verstehen und schätzen lernen – eine Entwicklungsaufgabe in der Kindheit

Erziehungsfragen - Blog

Diversität verstehen und schätzen lernen – eine Entwicklungsaufgabe in der Kindheit

Von julia am 24/11/2022 - 09:43
Seifenblasen

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Dies bei sich selbst anzuerkennen ist der erste Schritt, um das Potential dieser Tatsache innerhalb der Gesellschaft entfalten zu lassen.

Gleichwertigkeit ist der Grundstein gelingenden Zusammenlebens

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder genau gleich wäre. Das würde zu Unruhen führen, weil sich jeder für das Gleiche verantwortlich fühlt. Das würde zu Unmut führen, weil alle um den gleichen Posten kämpfen. Die Gesellschaft würde zusammenbrechen, weil unzählige Bereiche nicht bearbeitet werden.

Diversität schätzen lernen

Menschen lehnen Dinge, Tatsachen und auch andere Menschen häufig ab, weil sie ihnen fremd sind. Wir fühlen uns wohl, wenn alles um uns herum vertraut ist. Das ist ein gewisser Schutz, aber es schränkt uns auch ein. Stärke durch Unterschiede zu definieren fällt uns nicht leicht. Wir benötigen Vorbilder, die uns aufzeigen, dass es sich lohnt Diversität als Stärke zu betrachten.

Kinder lernen durch Geschichten

Geschichten haben für Kinder viel Lernpotential. Gerade komplexe Themen werden so anschaulich und für die Kinder erfahrbar.

Sie können sich mit Situationen und Figuren aus der Geschichte identifizieren. Dies hat für Kinder ebenfalls eine Vorbildfunktion.

Kinderbücher, die dieses Themenfeld bearbeiten, gibt es einige auf dem Markt. Eines möchte ich hier kurz vorstellen, weil es sehr facettenreich ist und mit unterschiedlichen Intentionen gelesen und bearbeitet werden kann.

Gemeinsam sind wir stark! (Brigitte Weninger und Eve Tharlet)

Buchcover
Quelle: minedition

 

 

minedition 2021 (2. Auflage)

ISBN: 978-3-86566-600-0

 

 

Dieses Buch ist ein Band mit zwei Geschichten. Diese beiden Geschichten bauen aufeinander auf, aber sie sind auch jeweils einzeln gut zu lesen.

 

 

 

In der Geschichte „Einer für alle – Alle für einen“ lernt der Leser/ die Leserin die Figuren kennen, mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Die Figuren erkennen, dass sie Dinge vor allem dann schaffen, wenn jeder seine Stärken einsetzt, die sich gut ergänzen.

In der zweiten Geschichte „Ein Ball für alle“ wird das Thema Zugehörigkeit aufgegriffen. Max, eine der Hauptfiguren, erkennt das Fehlverhalten von Golo als Ausdruck von Einsamkeit und schafft es ihn im Spiel zu integrieren.

 

Die Themen des Buchs sind für Kinder ab 5 Jahren gut aufbereitet.

 

Foto: Maresa Gallauner